„Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille.“

Mit dem Juni wird es wieder Zeit für ein neues Kalenderblatt im „Komm und verweile“ Tischkalender.

Dieser Blogbeitrag kommt viel später als gewollt. Es fehlten die Ruheinseln und die Stille. Die Worte waren in meinem Kopf und doch schafften sie es nicht aufs Papier. Hier sitze ich nun auf einer Bank an der Westküste von Irland. Schon zwei Wochen sind wir als Familie zu fünft im Campervan unterwegs. Seit heute sind wir hier für 3 Tage in einem Ferienhaus. Jeder hat ein bisschen mehr Platz für sich und so entsteht auch der Raum fürs Schreiben. Er ist nicht immer da, die Worte fließen nicht, wann ich möchte. Sie brauchen Ruhe, sie brauchen Zeit, sie brauchen Platz. Hier habe ich den nun gefunden. Ich sitze auf der Bank, Musik in den Ohren und der Blick schweift immer wieder aufs Meer und in die Weite. Ich spüre die Freiheit und meine Gedanken auch. Sie fließen aufs Papier, sie fließen zu dir. 

Mach es dir doch ein bisschen gemütlich und begleite mich auf meiner Gedankenreise. Viel Freude beim Lesen.

Das Monatsmotiv im Juni

Bank auf dem Nordseedeich, grübe Wiese, blauer Himmel
Motiv des Komm und Verweile Kalenders im Mai

Die Bank, die das aktuelle Kalenderblatt des „Komm und verweile“ Kalenders schmückt, habe ich vergangenes Jahr bei unserem Besuch an der Nordsee fotografiert. Sie steht auf der Deichwiese in Stinteck, in der Nähe von Büsum. Was für ein schönes Fleckchen Erde.

Komm, setzt dich doch kurz gedanklich hier auf diese Bank. Recke deine Nase in das sanfte Wehen des Windes, lass deinen Blick schweifen und atme durch. Siehst du das Meer vor dir, hörst du das sanfte Rauschen der Wellen? Hier und jetzt geht es nur ums Einatmen und Ausatmen, um nichts anderes. Halte inne, lasse die Gedanken kommen und gehen und genieße den Moment. „Verweile Moment, du bist so schön“. 

„Der Weg zu allem Großen geht durch die Stille.“

Das Zitat des aktuellen Kalenderblattes stammt vom deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche.

Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl, als ich das erste Mal hier an der Nordsee stand. Ich war verwundert, dass der Deich hier grün war und ich konnte mich nicht satt sehen. Da gab es eine große grüne Wiese, einen hellblauen Himmel ganz ohne Wolken und einzelne Bänke oben auf dem Deich, so wie diese hier im Bild. Das war alles. Was ich da sah, strahlte eine unglaubliche Ruhe aus und ich merkte wie ich sofort entspannte. Es war eine Wohltat. 

Grüne Wiese, blauer Himmel, das war genau das, was ich in dem Moment brauchte, als ich da auf der Deichwiese stand. Ich bin in den kommenden Tagen immer wieder zum Deich und saugte diese Atmosphäre auf und sie lies mich nicht mehr los. 

Was in diesem Moment die Ruhe besonders greifbar für mich gemacht hat, war dieses Pure. Es gab keine Ablenkung. Keine Menschen, keine Schafe, kein buntes Allerlei, wie es oft um uns herum ist. Es gab einfach nur die grüne Wiese und den blauen Himmel. 

Doch das Allerlei ist da, in unserem Alltag und die Ruhe kommt allzu oft nicht so offensichtlich daher wie auf dieser Deichwiese an der Nordsee. Oft versteckt sie sich in in kleinen Wartezeiten oder unverhofften Auszeiten, in denen wir allein sind oder alle um uns herum beschäftigt sind. Es sind kleine Pausen, die uns in unseren oft so vollen Tagen geschenkt werden und allzu oft ertappe ich mich dabei, sie gar nicht als solche zu erkennen, sondern als Chance das Handy zu zücken, um kurz bei WhatsApp, im Email-Postfach oder bei Instagram nachzusehen. Und sofort flutet sich damit diese kleine Lücke im Alltag mit neuen Informationen, mit Vergleichen oder neuen Aufgaben. Geht dir auch oft so?

Was wäre, wenn wir einmal bewusst Ausschau halten würden nach diesen Momenten, um sie wahrzunehmen und um sie zu nutzen. Um kurz innezuhalten, um langsam ein- und ausatmen und die Ruhe zu spüren. Den leeren Raum annehmen, ohne den Anspruch ihn füllen zu müssen. Wenn wir das zulassen, dann kann sie entstehen – die Stille. Ein Raum, der, lässt man ihn erstmal so sein wie er ist, sich von ganz allein füllt. Vielleicht mit einem angenehmen Gefühl des Wohlseins oder vielleicht auch mit Gedanken, Ideen und Erkenntnissen.

Lasst uns diese Inseln immer wieder in unserem Alltag wahrnehmen, annehmen und nutzen. Manchmal heißt das auch, sie einzufordern und sie uns selbst zu erlauben, zum Beispiel in dem wir sie bewusst in unsere Tagesplanung mit einbeziehen. Diese Inseln sind unsere Energietankstellen, sie sorgen dafür, dass unsere Batterie immer wieder aufgeladen wird.

Wie diese Inseln aussehen? Es kann eine Meditation sein, ein Spaziergang durch die Natur. Es können bewusste Rituale sein, die du in deinen Tag einbaust, wie zum Beispiel einen Tasse Tee am Morgen, bei der du nur mit dir und deinen Gedanken bist. Es kann das bewusste Weglegen des Handys oder fest eingeplante freie Zeit für dich sein, in der du die Dinge machst, die dein Herz zum Hüpfen bringen.

Wir laden unsere Handys jeden Tag? Schaffen wir uns auch jeden Tag Ruheinseln?

Mein Monatsimpuls für dich

Ich lade dich heute ein, in den kommenden Wochen einmal ganz bewusst die Pausen, die sich dir im Laufe des Tages zeigen, wahrzunehmen. Wie nutzt du sie für dich? Kannst du sie dir auch bewusst mit einplanen? Finde heraus, womit sich deine Akkus am besten aufladen und notiere dir diese Dinge.

Vielleicht hast du auch Lust, die Gedanken, die dir in der Stille kommen einzufangen und in deinem Notizbuch niederzuschreiben. Auf dem Papier klärt sich so manches. Und vielleicht bist du am Ende des Monats ganz erstaunt, was du alles einsammeln konntest. 

Ich bin gespannt. Berichte mir gern von deinen Erfahrungen.

Nutze die Urlaubzeit, genieße die Leichtigkeit des Sommers und finde und genieße deine Pausen.

Wir lesen uns bald wieder!

Christiane


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Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Lena

    Danke, liebe Christiane, für diese schöne Erinnerung an die kleinen Pausen.

  2. Tina

    Früher konnte ich die Stille nicht ertragen, dann beginnt auch das Gedankenkarussell. Aber mittlerweile kann ich bei Stille sehr gut entspannen. Man braucht Rituale im Alltag. Das habe ich mir jetzt auch vorgenommen. In meinem jetzigen Umfeld fande ich viele Ideen zum entspannen….das werde ich ab jetzt auch in meinen Alltag einbauen 😊. Und man muss in die Ferne schauen. Das stimmt. Danke für deinen Monatsimpuls.

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